Wagenkirche: Fußball-Verlierer

(wegen eines technischen Fehlers heute leider ohne Aufnahme)

Hallo Heiko! Schön, dass wir wieder zusammen mit der Wagenkirche unterwegs sind! - Sag mal, hast du am letzten Sonntag das Deutschlandspiel angeschaut?

Ich hab diesmal keine einzige Minute Fußball geschaut. Bei dem Spiel bin ich ungefähr zur Halbzeit ins Bett und hab dann die Nachbarn draußen schreien gehört.

Ehrlich gesagt, habe ich ab der 2. Halbzeit das Spiel verfolgt. Da gab es ganz schön enttäuschte Gesichter bei Spielern und Fans.

Ja, und jetzt gibt es eine ganze Nation von Experten, die wissen, was anders hätte laufen sollen und vor allem wer Schuld ist: Der Schiedsrichter, der Trainer, die Hitze ...

Naja, so ist es halt beim Fußball: Es gibt nur einen Gewinner und logischerweise auch einen Verlierer … Und trotzdem ist es hart, wie jetzt über die Spieler geurteilt wird … ja sogar gelästert.

Du, ich kenn noch ein Team, das aus lauter scheinbaren Versagern zusammengestellt wurde.

Ja, ich weiß, es sind noch andere große Fußballnationen ausgeschieden.

Nein, das mein ich nicht. Ich denke gerade an Jesus und seine Jünger. Das waren auch keine Superhelden und schon gar keine angesehenen Theologen seiner Zeit.

Stimmt, das waren ganz einfache Leute eher vom Rand der Gesellschaft. Und mit ihrem Glauben und er Standfestigkeit war es auch nicht immer so weit her. Denk mal an den Seesturm, wo sie am Verzweifeln waren, obwohl Jesus bei ihnen war.

Oder der Petrus, der ihn verraten, also absolut versagt hat. Und trotzdem macht Jesus ihn dann zum Kapitän seiner Mannschaft, zum Fels für die Glaubensgemeinschaft.

Und Thomas, der Zweifler, der nur an die Auferstehung Jesu glauben will, wenn er Jesus gesehen und gespürt hat. 

Und so könnten wir noch eine Weile weitermachen. Faszinierend finde ich, dass Jesus gerade mit diesem Team so viel anfangen kann. Und es ist auch tröstlich.

Wie meinst du das jetzt?

Naja, scheinbar braucht Jesus für sein Team nicht strahlende und unfehlbare Helden, sondern Menschen mit ihren Fehlern und Macken – auch heute. 

Menschen, die ihr Herz am rechten Platz haben…

Da fällt mir noch ein Spruch ein, den ich immer wieder sehr schön finde: „Gott schreibt auch auf krummen Linien gerade“ 

Das ist wirklich ein aufbauender Satz: Egal wie krumm und schräg mein Lebensweg gerade verläuft, kann er mit mir etwas anfangen, geht er mit mir und kann meinem Leben Richtung geben.

Ein schönes Schlusswort, Heiko. Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall ein schönes Wochenende!