Predigt zum Schulanfangsgottesdienst der Landwirtschaftsschule: Suchet der Stadt Bestes!

Liebe Landwirte!

Diese Gottesdienste gestalte ich nun seit ungefähr zehn Jahren – aber noch nie war ich so ratlos wie diesmal, was ich eigentlich sagen soll.

Herr Lang hat mir wie immer davon erzählt, wie Ihre Situation im Augenblick ist. Und diesmal hat er vor allem von dem Frust erzählt, den Ihre Arbeit gerade mit sich bringt. Davon, dass Sie dass Gefühl haben, in der öffentlichen Wahrnehmung mehr und mehr die Sündenböcke für alles zu werden. Morgen wollen Sie dagegen demonstrieren.
Und es stimmt ja auch: Sie sind nicht an allem Schuld. Sie können nichts für den gnadenlosen Preiskampf in der Lebensmittelbranche. Sie lernen hier in Ihrer Ausbildung sehr viel darüber, wie Sie einen Betrieb führen können. Auch darüber, wie Sie mit der Natur leben können. Sie sind diejenigen, die in Kreisläufen denken, die wissen, dass wir auch für die Zukunft denken müssen.

Doch auf der anderen Seite – ist es überhaupt eine andere Seite oder nicht vielmehr eigentlich die gleiche Seite? - stehen die, die nun endlich massive Maßnahmen zum Klimaschutz einfordern. Seit Jahrzehnten ist das mit dem Klimawandel bekannt, aber es hat sich kaum etwas getan. Nun sagt die Klimawissenschaft: In weniger als zehn Jahren müssen wir klimaneutral werden, sonst sind die Folgen voraussichtlich katastrophal. Und die ersten, die das merken werden und eigentlich jetzt schon merken, sind gerade wieder die Landwirte. 

Wagenkirche: Europa-Sisters #esc
Heiko Kuschel 17. Mai 2019 - 15:12

Wagenkirche am 17.5.2019

Na Ulli, hängst du morgen dann auch vorm Fernseher?

Wegen Fußball? Ja, auf jeden Fall werde ich die Sportschau oder später das aktuelle Sportstudio schauen. Wenn ich‘s schaffe, vielleicht sogar Bayern-Frankfurt bei einem Freund auf Sky.

Nein, nicht wegen Fußball. Ich meine abends, beim Eurovision Song Contest.

Ach, das meinst du. Das hab ich schon ewig nicht mehr geschaut … Da fehlt mir dann echt die Zeit dazu!

Wort in den Tag: Utopie
Heiko Kuschel 13. Februar 2019 - 9:50

Liebe Hörerinnen und Hörer!

Was lesen Sie gerne in Ihrer Freizeit? Welche Filme schauen Sie gern? Bei mir ist es ganz viel Science Fiction. Also so Geschichten mit Raumschiffen und fremden Lebewesen. Auch Perry Rhodan lese ich, jede Woche das neueste Heft. Morgen ist für diese Serie ein großer Tag: Band Nummer 3000 erscheint.

Ansprache beim MehrWegGottesdienst: Klimawandel in die Herzen!

Es ist kalt geworden in Deutschland.

Endlich, endlich ist es kalt.

Wir hatten schon Sorge, der Sommer ende nie.

Witze haben wir gemacht, dass wir unterm Weihnachtsbaum grillen werden.

Und doch voll Sorge auf die Spiegel der Flüsse und Seen geblickt.

Ist das der Klimawandel? Werden die Prophezeiungen wahr? Werden unsere Kinder, unsere Enkel noch leben können in dieser Welt?

Wagenkirche 2: Beförderung für alle!

Boah, Ulli, das ist echt der Aufreger der Woche. So viele kritisieren, dass Hans-Georg Maaßen jetzt nicht einfach in den Ruhestand versetzt wurde, sondern sogar noch befördert wurde.

Ja, das kann ich schon verstehen, dass das bei vielen Frust hervorruft. Aber zumindest Seehofer sagt ja, dass er ihm weiter vertraut und ihn auch noch gut brauchen kann.

Also, ich kann das nicht nachvollziehen. Ich bin da echt sauer.

Dabei hat Seehofer sich doch wirklich sehr christlich verhalten.

Hä? Also, das verstehe ich jetzt wirklich nicht. Wie meinst du das?

Wagenkirche 1: Friede sei mit dir!

Ulli umarmt Heiko und sagt zu ihm: 

„Der Friede sei mit dir“

Wie - was? Was soll das? Haben wir uns denn gestritten? Oder warum machst du das?

Na ja, ist doch keine schlechte Idee, oder meinst du nicht? Du kannst doch auch ein bisschen Frieden gebrauchen …

Ja, schon aber … 

Spaß beiseite, Heiko. Heute ist doch der Weltfriedenstag der Vereinten Nationen. Den hat die Organisation vor genau 27 Jahren festgelegt. 

Predigt: Entschuldigung!
Heiko Kuschel 16. November 2016 - 11:37
Liebe Gemeinde! Entschuldigen Sie bitte, das ist jetzt wirklich blöd. Ich hatte diesen Gottesdienst völlig vergessen. Ist mir erst heute früh aufgefallen. Und jetzt hab ich keine Predigt. Ich kann mich nur dafür entschuldigen.  Und der Friede Gottes, der höher ist als alles unsere menschliche Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.
Ansprache beim Mittelaltergottesdienst 2016: „verschiedene Gaben, ein Geist“
Heiko Kuschel 11. September 2016 - 9:38

Liebe Gemeinde, stellt euch vor, was die Schweinfurter Ratsherren sich da ausgedacht haben! Einen Gottesdienst sollen wir feiern, schön mittelalterlich. Zum Bürgerfest, wie es sich am Sonntag gehört. Aber, nicht auszudenken: Mit den Papisten zusammen! Ökumenisch nennen sie das. Mit den Papisten! Nein nein, das wird in fünfhundert Jahren nichts werden! Sicher nicht!

Aber aber, Prediger Kuschel! Was soll das denn? Können wir denn nicht gemeinsam feiern? Beten wir nicht beide zum gleichen Gott?

Ansprache beim MehrWegGottesdienst am 12.6.2016: Kompliment!
Heiko Kuschel 12. Juni 2016 - 22:28

Liebe Gemeinde!

Super! Sie sehen heute richtig klasse aus. Es ist so toll, dass Sie gekommen sind. Was wären wir nur ohne Sie? Sie haben jetzt schon so toll mitgesungen, mitgemacht. Ein Gottesdienst ohne Gemeinde wäre ja schließlich überhaupt nichts. Und die schönen Beiträge in der Mehrwegphase! Da haben Sie sich richtig viele Gedanken gemacht. Nachher werden wir noch einige der Fürbitten vorlesen, aber eigentlich wären sie alle miteinander geeignet, vorgelesen zu werden. Schade, dass es einfach zu viele sind. Ich bin richtig stolz darauf, Teil dieser Gottesdienstgemeinde zu sein.

OK, merken Sie was? Wie geht’s Ihnen mit dieser Lobhudelei? Bisschen viel auf einmal, oder?

Weihnachtsansprache: Wir Esel!

Der arme Esel. Fast hatte ich Mitleid mit ihm in dieser Geschichte. Er wollte doch einfach nur seine Ruhe haben! Und dann kam da diese Familie in seinen Stall. Ein Baby hat geschrien! In seinem Stall! Und dann haben sie es auch noch in seine ganz persönliche Futterkrippe gelegt! Also, das geht ja nicht.

Ja, liebe Gemeinde: Jesus stört. Diese ganze Sache mit der Liebe, mit gegenseitiger Annahme, mit Frieden auf Erden: Das klingt so wunderbar. Das ist unser aller Traum. Solange wir dafür auf nichts verzichten müssen. Dann wird’s gleich wieder kritisch.